Ende 2025, am 12. November, erschien im türkischen Amtsblatt eine Änderung der Verordnung, die das Gesundheitswesen unmittelbar betrifft. Früher galten Beschränkungen für die Formulierungen und die erlaubten Bilder in der Gesundheitswerbung; Ende 2025 fielen sämtliche Formen digitaler Werbung unter das Verbot. Für Kliniken, die mit Werbung arbeiten, begann damit ein schwieriger und unausweichlicher Übergang.

Ein großer Teil der im Amtsblatt veröffentlichten Verbote gilt für Werbung innerhalb der Türkei. Werbung und Öffentlichkeitsarbeit für den Gesundheitstourismus ins Ausland bleiben frei. Und jetzt? Was bleibt Ihnen nach diesen Beschränkungen für Ihr Geschäft?

1. Den Blick ins Ausland richten

Werbung, die sich an andere Länder außerhalb der Türkei richtet, ist weiterhin frei, und Google Ads dürfen Sie dafür einsetzen. Stellen Sie das Hauptfachgebiet Ihrer Klinik heraus, arbeiten Sie mehrsprachig und setzen Sie den Gesundheitstourismus nach vorn. Bei Türk SEM gehört SEO für den Gesundheitstourismus seit vielen Jahren zu unseren Kernfeldern. Wir empfehlen, SEO und Google Ads gemeinsam einzusetzen.

  • Wichtiger technischer Hinweis: Das Logo „HealthTürkiye“ in Ihren Werbemitteln und der Ausschluss der Türkei in der Ausrichtung sind keine Geschmacksfrage mehr, sondern Pflicht. Ist der Inhalt in einer anderen Sprache als Türkisch abgefasst, dann ist das der stärkste Beleg dafür, dass Sie tatsächlich ins Ausland zielen. Wir richten die technische Seite genau an diesen Vorgaben aus.
Das Logo HealthTürkiye, das in Werbemitteln für den Gesundheitstourismus vorgeschrieben ist

Im Gesundheitstourismus empfiehlt Türk SEM, vor der SEO-Arbeit mit Google Ads zu beginnen. Über die Anzeigen finden Sie heraus, welche Wörter Ihnen die besten Abschlüsse bringen und welche Gruppe von Menschen für Sie am meisten hergibt.

2. Auf SEO setzen

Eine verdiente Platzierung in den Suchmaschinen ist die beste Anlage, die Sie für den Bestand Ihres Betriebs tätigen können.

Local SEO

Ihr Betrieb hat zwar das Zeug dazu, Menschen in aller Welt zu erreichen und zu versorgen. Trotzdem schließen die Leute aus der Nachbarschaft immer eher ab. Deshalb bringt Ihnen SEO-Arbeit, die auch Ihre nähere Umgebung erreicht, gute Ergebnisse.

SEO für Ärztinnen und Ärzte

Nach den Maßstäben von Google für YMYL (Your Money or Your Life) müssen Websites mit Gesundheitsinhalten in Sachkunde und Verlässlichkeit ganz oben stehen. Verwickelte Fachbegriffe und die neuesten Studien in einer Sprache zu erklären, die jeder versteht, ist mehr als Inhaltsmarketing. Es ist der wirksamste Weg, Ihre ärztliche Autorität im Digitalen aufzubauen. Wer die Öffentlichkeit mit richtigen Angaben informiert und die Vorbeugung nach vorn stellt, hat in einer Zeit des Werbeverbots die stärkste Empfehlung überhaupt. Zu den Kernfeldern von Türk SEM gehört auch SEO für Ärzte.

3. Auf die sozialen Netzwerke setzen

Werben dürfen Sie nicht, aufklärende Beiträge für die Öffentlichkeit zahlen aber auf Ihr Ansehen ein. Verfolgen Sie die aktuellen Fachaufsätze in Ihrem Gebiet und geben Sie neue Studienergebnisse in einer Form weiter, die für Rückmeldungen geschlossen und für Aufklärung offen ist. Wenn Sie in Ihren Videos und Beiträgen statt eines „Heilversprechens“ eine „Erklärung zum medizinischen Ablauf“ geben, festigen Sie das Vertrauen Ihrer Leserschaft und bleiben dabei im gesetzlichen Rahmen.

In den sozialen Netzwerken müssen Kommentare und Likes abgeschaltet werden.

Checkliste: digitale Regeltreue im Gesundheitswesen 2026

Mit der folgenden Liste prüfen Sie, ob die digitale Präsenz Ihrer Klinik der neuen Verordnung aus dem Amtsblatt entspricht.

1. Google Ads und bezahlte Werbung

  • [ ] Anzeigen mit Ziel Türkei: Sind sämtliche Google-Ads-Kampagnen (Suche, Display, YouTube) an Nutzer innerhalb der Türkei gestoppt?
  • [ ] Anzeigen für den Gesundheitstourismus: Ist „Türkei“ in der Ausrichtung der Auslandskampagnen sicher ausgeschlossen?
  • [ ] Sprache: Sind die Anzeigeninhalte fürs Ausland in einer anderen Sprache als Türkisch verfasst?
  • [ ] Pflichtlogo: Ist das Logo „HealthTürkiye“ auf den Werbemitteln fürs Ausland sichtbar eingefügt?
  • [ ] Ausnahme für Neueröffnungen: Falls Ihr Haus gerade erst eröffnet hat, läuft die Werbung nach der Regel der ersten 30 Tage rein als Ankündigung?

2. Betreuung der sozialen Netzwerke

  • [ ] Rückmeldungen: Sind bei Beiträgen mit medizinischen Eingriffen oder Bildern die Kommentare und die Anzeige der Likes abgeschaltet?
  • [ ] Weitergabe: Ist es abgeschaltet, dass Patienten oder Leser Beiträge der Klinik in ihrem eigenen Profil teilen?
  • [ ] Wortwahl: Sind Formulierungen wie „die beste“, „die günstigste“, „garantiertes Ergebnis“ oder „völlig schmerzfrei“ aus den Texten entfernt, die Nachfrage wecken sollen?
  • [ ] Preise: Ist es gestoppt, im Profil oder über automatische Antworten per Direktnachricht Preise und Aktionen mitzuteilen?

3. Website und Verwendung von Bildern (SEO)

  • [ ] Vorher-Nachher-Bilder: Stecken in den Bildern Filter, Schminke oder digitale Eingriffe? Wenn ja, gehören sie weg, die Aufnahmen müssen natürlich sein.
  • [ ] Datum: Steht unter den Fallbildern das Aufnahmedatum und das Datum des Eingriffs?
  • [ ] Pflichthinweis: Steht unter den Seiten zu chirurgischen und eingreifenden Behandlungen der Satz „Die Ergebnisse können von Mensch zu Mensch verschieden ausfallen“?
  • [ ] Wissenschaftliche Grundlage: Sind in den Blogbeiträgen die aktuellen Fachquellen oder wissenschaftlichen Belege genannt?
  • [ ] Kontaktdaten: Stehen auf der Website Angaben zur Aufklärung im Vordergrund, also Anschrift, Kontakt und Fachgebiet?

4. Local SEO (Google Maps)

  • [ ] Umgang mit Bewertungen: Kommen in Ihren Antworten auf Patientenbewertungen keine Heilversprechen und keine werblichen Formulierungen vor?
  • [ ] Leistungen: Deckt sich die Liste der Leistungen im Karteneintrag genau mit den Fachgebieten in Ihrer Zulassung?

Unsere Schlussbemerkung: Steht bei einem dieser Punkte ein Nein, dann drohen Ihrer Klinik ab 2026 empfindliche Geldbußen und die Schließung des Betriebs. Halten Sie Ihre Strategie im gesetzlichen Rahmen und holen Sie sich dafür fachliche Unterstützung.