Deutschen Websites fehlen jeden Monat rund 265 Millionen organische Klicks. Sie sind nicht verschwunden, sie werden oben auf der Suchergebnisseite abgefangen, in dem Kasten, den Google Übersicht mit KI nennt.

Diese Zahl steht am Anfang, weil sie in Deutschland gemessen ist und weil sie die Diskussion beendet, ob das Ganze überhaupt etwas ändert. Was folgt: was gemessen wurde, wen es trifft, wie die Rechtslage aussieht, wie Google seine Quellen auswählt und was Sie tun können.

Zuerst die Begriffe

Google nennt das Feature auf Deutsch Übersicht mit KI, international AI Overviews. Daneben steht der KI-Modus, ein eigener Tab. In der Branche kürzt man das Feature auch mit „AIO“ ab. Unser AIO meint dagegen KI-Optimierung, also den Namen unserer Methodik. In diesem Beitrag heißt Googles Feature immer Übersicht mit KI; wenn wir AIO schreiben, meinen wir unser eigenes Dach.

Was in Deutschland gemessen wurde

Für den deutschen Markt liefert Sistrix die belastbarste Auswertung: über 100 Millionen Keywords, veröffentlicht im Februar 2026, im Sommer aktualisiert.

Sistrix, über 100 Millionen Keywords

  • Bei rund 20 % der untersuchten Keywords erscheint eine Übersicht mit KI.
  • 78,6 % dieser Kästen stehen über den organischen Treffern, nicht darunter.
  • Die Klickrate auf Position 1 sinkt von 27 % auf 11 %.
  • Über alle Keywords gerechnet fehlen deutschen Websites 265 Millionen organische Klicks pro Monat. Gemessen am gesamten Klickvolumen sind das im Schnitt 6,6 %.

Der Befund deckt sich mit Messungen außerhalb Deutschlands. Das Pew Research Center wertete im Juli 2025 rund 68.000 echte Suchen aus: Mit KI-Zusammenfassung klickten Nutzer in 8 % der Fälle auf ein Ergebnis, ohne sie in 15 %. Auf eine Quelle innerhalb der Zusammenfassung klickte nur 1 %.

Wen es trifft und wen nicht

Der Durchschnitt von 6,6 % führt in die Irre, denn die Verluste verteilen sich extrem ungleich. Es hängt davon ab, ob Ihre Seite eine Frage beantwortet, die sich in drei Sätzen beantworten lässt.

Die Spannweite

  • Rezeptseiten: gut 1 % weniger Klicks. Wer ein Gericht kochen will, braucht die ganze Seite.
  • Elternportale: über 24 % weniger. Die typische Frage ist in einem Absatz beantwortet.
  • Deutschsprachige Wikipedia: 31,6 Millionen Klicks im Monat, der größte absolute Verlust im deutschen Netz.

Daraus folgt eine Frage, die Sie sich vor jeder weiteren Maßnahme stellen sollten: Lebt Ihre Seite von Antworten, die eine Zusammenfassung vollständig ersetzen kann? Dann ist das Ihr Thema. Verkaufen Sie etwas, das man ansehen, konfigurieren oder buchen muss, ist der Druck geringer, aber nicht null.

Und für alle gilt: Platz eins garantiert keinen Traffic mehr. Wer noch klickt, hat sich vorher entschieden. Sie bekommen weniger Besucher, und die verbleibenden sind wertvoller.

Was da eigentlich oben steht

Die Übersicht mit KI ist eine automatisch erzeugte Zusammenfassung, die unter den Anzeigen und über den organischen Treffern steht. Google zieht Informationen aus mehreren Quellen zusammen und verlinkt die Seiten, die es verwendet hat. Sie erscheint vor allem dann, wenn eine Frage Informationen aus mehreren Quellen braucht.

In Deutschland läuft das seit dem 26. März 2025, gemeinsam mit Österreich und der Schweiz. Der KI-Modus kam am 7. Oktober 2025 dazu, seit Januar 2026 arbeitet im Hintergrund Gemini 3.

Hinweis: Übersicht mit KI und KI-Modus sind zwei Dinge

Die Übersicht mit KI erscheint von selbst über den klassischen Ergebnissen. Der KI-Modus ist ein eigener Tab: Sie klicken hinein, und die Suche wird zum Dialog, Frage für Frage. Google hat das eine für den schnellen Überblick gebaut, das andere für Recherche und komplexe Vergleiche.

MerkmalKlassisches ErgebnisÜbersicht mit KIKI-Modus
PositionUnter Anzeigen und KI-ZusammenfassungOberster Block, StandardansichtEigener Tab
AuslöserJede SucheVor allem informationsorientierte SuchanfragenKlick des Nutzers
InteraktionEin Klick, eine RichtungFester Text mit QuellenkartenDialog über mehrere Runden
KlicksViele, über viele Treffer verteiltWeniger, dafür entschiedenerAm wenigsten Klicks nach außen

Der rechtliche Rahmen, den nur wir in Europa haben

In Deutschland ist die Frage nicht nur eine Marketingfrage. Seit dem 7. Juni 2021 gilt das novellierte Leistungsschutzrecht für Presseverleger, geregelt in den §§ 87f bis 87k UrhG. Presseverlage sind danach an den Einnahmen von Diensten zu beteiligen, die ihre Veröffentlichungen zugänglich machen.

Für Suchmaschinen enthält das Gesetz allerdings eine Ausnahme, und genau dort liegt der Streitpunkt: Die Nutzung „einzelner Wörter oder sehr kurzer Auszüge“ bleibt frei. Diese Snippet-Ausnahme wurde für die klassische Trefferbeschreibung geschrieben. Ein KI-Text, der die Antwort vollständig wiedergibt, ist etwas anderes als ein sehr kurzer Auszug. Geklärt ist das nicht.

Wo die Sache steht

  • Corint Media gegen Google: Die Verwertungsgesellschaft rief 2022 die Schiedsstelle beim DPMA an. Als Zwischenlösung zahlt Google jährlich 3,2 Millionen Euro, eine Vereinbarung, die bis mindestens 2026 läuft. Die Schiedsstelle hatte zuvor einen Lizenzsatz von bis zu 11 % der einschlägigen Erlöse für das Gesamtrepertoire als grundsätzlich angemessen bewertet.
  • Brüssel: Der European Publishers Council und die Independent Publishers Alliance haben Kartellbeschwerden gegen die Übersicht mit KI eingereicht. Vorwurf: Google verwende journalistische Inhalte ohne Zustimmung und ohne Vergütung. Die Wettbewerbshüter haben 2026 einen Fragebogen an Verlage geschickt.
  • Der Ausstieg: Seit Juni 2026 gibt es, ausgelöst durch eine Anordnung der britischen Wettbewerbsbehörde, einen Schalter in der Search Console. Er nimmt Ihre Website aus den generativen KI-Funktionen heraus, weltweit.

Der praktische Punkt betrifft jeden Websitebetreiber, nicht nur Verlage: So fein lässt sich das nicht einstellen. Entweder klassische Suche und KI-Funktionen oder keines von beidem. Genau diese Alles-oder-nichts-Logik steht im Zentrum der Beschwerden.

Was das für Sie heißt

Warten Sie das Verfahren nicht ab. Ob und wann sich etwas ändert, weiß niemand, und ein Schiedsspruch über Verlagsvergütungen bringt Ihnen keine Klicks zurück. Die Frage, die Sie heute beantworten können, lautet: Steht in dieser Zusammenfassung das Richtige über Sie, und gibt Ihre Seite dem Leser einen Grund, trotzdem zu klicken?

Wie Google seine Quellen wählt

Google hat das Verfahren selbst beschrieben. Das System zerlegt die Suchanfrage in Teilfragen. Für jede Teilfrage sucht es getrennt. Seiten, die dabei häufig auftauchen, werden zur Quelle. Die Zusammenfassung entsteht also nicht aus den ersten zehn Treffern einer einzigen Suche, sondern aus den Ergebnissen vieler kleiner Suchen.

Hinweis: Query-Fan-out

Jemand sucht „Photovoltaik lohnt sich das“. Das System öffnet daraus Teilfragen: „Amortisationszeit Photovoltaik“, „Einspeisevergütung aktuell“, „Wartungskosten Solaranlage“, „Genehmigung Balkonkraftwerk“. Es sucht jede einzeln.

Ergebnis: Eine Seite, die alle vier Teilfragen mit eigenen Zwischenüberschriften beantwortet, wird zur Quelle. Eine Seite, die nur „lohnt sich das“ in zwei Absätzen abhandelt, bleibt draußen.

Diese Mechanik hat messbare Folgen. Ahrefs stellte im Juli 2025 fest, dass 76 % der zitierten Seiten für dieselbe Suchanfrage auch in den Top 10 standen. In der Auswertung vom März 2026, mit 863.000 Keywords und 4 Millionen URLs, waren es nur noch 38 %. Fast ein Drittel der Quellen steht nicht einmal in den Top 100. Im Schnitt nennt eine Übersicht elf Quellen.

Was die Übersicht dagegen nicht interessiert, ist Länge. In der Ahrefs-Auswertung vom Januar 2026 über 146 Millionen Suchergebnisse liegt der Zusammenhang zwischen Wortzahl und Zitierung nahe null. Ihre Seite mit tausend Wörtern hat keine schlechteren Karten als eine mit zweitausend.

Unsere Beobachtung

Aus unserer Arbeit heraus: Das System hat die Antwort bereits im Kopf. Es sucht die Seiten, die zu dieser Antwort passen, und zitiert die, die ihr am nächsten kommen. Google durchsucht ohnehin das gesamte Web und bereitet sich auf kommende Fragen vor. Entscheidend sind daher zwei Dinge: ob Ihre Inhalte zum aktuellen Forschungsstand passen und wie streng Sie bei Fakten sind. Je mehr Abstand Sie zu spekulativen Angaben halten, desto wertvoller werden Sie als Quelle. Auch das ist unsere persönliche Einschätzung; wir können uns irren.

Gekaufte Listenplätze: warum wir davon abraten

2003 war SEO einfach, und seine Logik ließ sich leicht ausnutzen. Bei GEO stehen wir heute an derselben Stelle. Vieles ruht auf einem einzigen Fundament: auf „Die besten …“-Listen, die jemand ohne erkennbares Kriterium zusammengestellt hat. Für eine KI sind solche Listen billig zu verarbeiten, deshalb werden sie derzeit gern zitiert.

Das hat aber eine Kehrseite: Gekaufte Plätze auf solchen Listen können später mehr schaden als nutzen. Das Problem ist nicht die Liste, sondern das fehlende Kriterium hinter der Reihenfolge. Beruht die Reihenfolge auf etwas Messbarem, etwa auf der Produktionsmenge in Tonnen, dann steckt dort ein Wert. Beruht sie auf Meinung, trägt sie nichts. Wenn KI-Systeme Unternehmen, Produkte und Leistungen genauer einordnen, wird ein großer Teil der heute gekauften PR-Beiträge ins Leere laufen. Davon sind wir überzeugt.

In Deutschland kommt ein rechtlicher Punkt dazu: Bezahlte Platzierungen sind kennzeichnungspflichtig. Ein Beitrag, der als Werbung markiert ist, wirkt als Quelle schwächer, und das zu Recht. Wir investieren deshalb nicht in solche Listen und raten Ihnen ebenfalls davon ab. Das ist unsere Einschätzung; die Zukunft kann anders aussehen, als wir sie hier zeichnen.

Was Google verlangt, und was nicht

Googles Leitfaden für Websitebetreiber wurde im Juli 2026 aktualisiert. Zwei Aussagen darin sind eindeutig. Erstens: Wer für die generative KI-Suche optimiert, optimiert für das Sucherlebnis, und das ist weiterhin SEO. Zweitens: Für die Übersicht mit KI und den KI-Modus gibt es keine zusätzlichen Anforderungen und keine besondere Optimierung. Die Seite muss indexiert und für die Anzeige mit einem Snippet geeignet sein, mehr nicht.

Nicht nötig

  • Sonderdateien wie llms.txt.
  • Inhalte in kleine Häppchen zerlegen.
  • Bestehende Texte eigens für KI umschreiben.
  • Erwähnungen künstlich erzeugen; das wirkt nicht.
  • Strukturierte Daten über Gebühr aufblähen.

Googles eigene Dokumente

Lesen Sie im Original nach. Alle fünf Seiten gibt es auf Deutsch:

Messen: der Leistungsbericht zu generativen KI-Funktionen

Lange ließ sich nicht feststellen, ob man in der Übersicht mit KI auftaucht; wir alle haben nur geraten. Damit ist Schluss. Google hat den Bericht am 3. Juni 2026 angekündigt, seit dem 31. August steht er allen Websites zur Verfügung.

Sie finden ihn in der Search Console unter Leistung, Suchergebnisse, dort die Zeile „Generative KI“. Er zeigt Impressionen aus Übersichten mit KI, aus dem KI-Modus und aus den generativen Funktionen in Discover.

Unsere eigenen Zahlen

Zwischen dem 6. Juni und dem 5. September 2026 kam turksem.com in den generativen KI-Funktionen auf 30.800 Impressionen. Typisch waren 250 bis 450 pro Tag, Mitte Juni gab es einen Ausschlag Richtung tausend. Wir behalten die Zahl nicht für uns, damit Sie beim Blick in Ihren eigenen Bericht einen Vergleichspunkt haben.

Leistungsbericht zu generativen KI-Funktionen für turksem.com mit 30.800 Impressionen zwischen Juni und September 2026
Der Bericht für turksem.com: 30.800 Impressionen in drei Monaten. Die Oberfläche steht hier auf Türkisch; Aufbau und Kennzahlen sind auf Deutsch dieselben.

Die Grenze des Berichts

Enthalten sind Impressionen, Seiten, Länder, Geräte und Zeitraum. Klicks, Klickrate und Suchanfragen fehlen. Bei welcher Frage Sie auftauchen, verrät Google also weiterhin nicht. Das finden Sie nur heraus, indem Sie Ihre Zielfragen regelmäßig testen.

Sechs Schritte, mit denen Sie hineinkommen

Google sagt, es brauche nichts Besonderes, und das stimmt. „Nichts Besonderes“ heißt allerdings nicht „nichts zu tun“. Diese Reihenfolge nutzen wir auf eigenen Seiten und bei Kunden; der erste Punkt wirkt am stärksten.

Sechs Schritte

  1. Antwort in den ersten Absatz. Die Zusammenfassung sucht die Passage, die sie direkt übernehmen kann. Die ersten zwei, drei Sätze jeder wichtigen Seite müssen Thema und Antwort allein tragen.
  2. Teilfragen beantworten. Der Query-Fan-out zerlegt die Frage des Nutzers. Wer die Teilfragen mitbeantwortet, rankt auch für sie. Nach der Ahrefs-Auswertung vom Januar 2026 werden solche Seiten 161 % häufiger zitiert als Seiten, die nur die Hauptfrage beantworten.
  3. Ihre Marke überall gleich beschreiben. Name, Anschrift und Leistungsbeschreibung müssen auf der Website, in Verzeichnissen und in der Presse zusammenpassen. Widersprüche kosten Vertrauen. Erwähnungen künstlich zu erzeugen bringt nichts.
  4. Kein Geld für Plätze in „Beste Anbieter“-Listen. Wenn Sie selbst eine Liste schreiben, machen Sie die Messgröße sichtbar: eine gemessene Zahl, ein nachvollziehbares Kriterium.
  5. Snippet-Steuerung bewusst einsetzen. Was nicht in der Zusammenfassung erscheinen soll, schließen Sie mit data-nosnippet aus. Preise oder Kontaktdaten aus dem Kasten herauszuhalten kann sinnvoll sein.
  6. Monatlich messen. Der Search-Console-Bericht liefert die Impressionen, Ihre eigenen Tests die Sichtbarkeit bei den Zielfragen. Erst beides zusammen zeigt, was gewirkt hat.

Unser Blick: SEO, Google Ads, AIO und GEO

Die Arbeit an der Übersicht mit KI verkaufen wir nicht als eigene Leistung; sie gehört zur Performance-Arbeit. Unsere Formel ist seit Jahren dieselbe: SEO + Google Ads + AIO und GEO = Erfolg. Bei jedem SEO-Kunden geht ein Teil des Budgets in Google Ads, und die gesamte AIO-Arbeit läuft innerhalb der SEO-Leistung. Google hat diese Arbeit in seinem Leitfaden der SEO zugeordnet; wir haben Anfang 2025 erklärt, dass wir sie in unserer SEO-Leistung anbieten.

Der Aufbau dahinter: Die Übersicht mit KI ist einer von zwei Zweigen unter dem Dach AIO. Der andere Zweig ist GEO, also als Quelle in den Antworten generativer Engines wie ChatGPT, Gemini und Perplexity zu stehen. Über beiden steht AIO mit Strategie, Messung, Testschleifen und Autoritätsaufbau. Welches der drei Kürzel tatsächlich verwendet wird, haben wir in einem eigenen Beitrag mit Zahlen aufgeschrieben.

Wir behaupten nicht, dass der Ansatz trägt. Wir zeigen es: Der folgende Screenshot ist Googles Übersicht mit KI zur Suche „Yapay Zeka Optimizasyonu“, türkisch für KI-Optimierung. Sie nennt zwei Quellen, Google for Developers und unsere eigene AIO-Seite.

Googles Übersicht mit KI nennt neben Google for Developers auch die AIO-Seite von Türk SEM als Quelle
Die Suche lief in unserem Heimatmarkt; im deutschen Index arbeitet dieselbe Mechanik.

Ein Detail im Screenshot

Die Zusammenfassung wirft „AIO oder GEO/AEO“ in einen Topf. Googles eigener Leitfaden nennt dagegen AEO und GEO, aber nie AIO. Die Verwirrung ist real; wir haben sie auf unserer AIO-Seite auseinandersortiert. Die eigentliche Nachricht steht daneben: Wenn Google einen Begriff erklärt, wählt es unsere Seite als Quelle. Das ist der Beleg für das Prinzip, das wir seit Jahren vertreten: antwortfähig sein, konsistent bleiben, klar genug schreiben, um zitiert zu werden.

Lässt sich die Übersicht mit KI abschalten?

Die Frage kommt von zwei Seiten; beantworten wir beide.

Als Nutzerin oder Nutzer: Wählen Sie unter der Suchleiste den Tab „Web“, dann sehen Sie nur klassische Ergebnisse. Dieselbe Ansicht bekommen Sie mit dem Parameter udm=14 in der Adresse; er gilt pro Suche, als Browser-Suchkürzel hinterlegt greift er jedes Mal.

Als Websitebetreiber: Mit nosnippet und data-nosnippet verhindern Sie, dass Ihr Text in der Zusammenfassung landet. Mit max-snippet begrenzen Sie, wie viel davon verwendet wird. Dazu kommt der oben erwähnte Schalter in der Search Console, der Ihre Website vollständig aus den generativen KI-Funktionen nimmt. Diese Einstellung dient laut Google nicht als Ranking-Signal für die klassische Suche; ausgeschlossene Websites erhalten aus den KI-Funktionen aber weder Impressionen noch Besucher.

Drei Tags, drei Zeilen

Ganze Seite aus der Zusammenfassung nehmen, im head der Seite:

<meta name="robots" content="nosnippet">

Nur einen Abschnitt ausnehmen, etwa den Preis:

<span data-nosnippet>Aktionspreis: 4.500 Euro</span>

Länge des übernommenen Textes begrenzen, hier auf 50 Zeichen:

<meta name="robots" content="max-snippet:50">

Achtung: Abschalten bringt die Klicks nicht zurück

Wenn Sie aussteigen, verschwindet der Kasten nicht; er erscheint weiter, nur steht dann Ihr Wettbewerber darin. Unser Rat lautet deshalb nicht Ausstieg, sondern Präsenz: mit korrekten Angaben in der Zusammenfassung und mit einer Seite, die den Klick verdient. Eine solche Seite bietet, was die Zusammenfassung nicht liefern kann: Preise, Beispiele, Werkzeuge, eigene Erfahrung.

Kurz gesagt

Das bleibt hängen

  • Deutschen Websites fehlen 265 Millionen Klicks im Monat; die Klickrate auf Position 1 fällt von 27 % auf 11 %.
  • Die Verluste sind ungleich verteilt: Rezepte kaum, Elternportale stark.
  • Rechtlich ist nichts geklärt: Das Leistungsschutzrecht kennt eine Snippet-Ausnahme, die für kurze Auszüge geschrieben wurde, nicht für ganze KI-Antworten.
  • Quellen kommen nicht aus den Top 10, sondern aus den Teilfragen.
  • Unsere Beobachtung: Das System hat die Antwort im Kopf; Genauigkeit bringt Sie näher heran.
  • In gekaufte „Beste Anbieter“-Listen investieren wir nicht.
  • Google ordnet die Arbeit der SEO zu und verlangt nichts Zusätzliches.
  • Gemessen wird im Leistungsbericht zu generativen KI-Funktionen; Suchanfragen zeigt er nicht.

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Klicks kostet die Übersicht mit KI in Deutschland?

Nach der Sistrix-Auswertung über 100 Millionen Keywords fehlen deutschen Websites rund 265 Millionen organische Klicks pro Monat. Die Klickrate auf Position 1 sinkt von 27 % auf 11 %, im Schnitt über alle Keywords sind es 6,6 % weniger Klicks.

Gilt das Leistungsschutzrecht für die Übersicht mit KI?

Das ist offen. Die §§ 87f bis 87k UrhG beteiligen Presseverlage an den Einnahmen von Diensten, die ihre Veröffentlichungen zugänglich machen, nehmen aber „einzelne Wörter oder sehr kurze Auszüge“ aus. Diese Ausnahme wurde für klassische Snippets geschrieben. Ob eine vollständige KI-Antwort noch darunter fällt, ist nicht entschieden; Corint Media und Google haben bislang eine Zwischenlösung.

Seit wann gibt es die Übersicht mit KI in Deutschland?

Seit dem 26. März 2025, gemeinsam mit Österreich und der Schweiz. Der KI-Modus kam am 7. Oktober 2025 dazu.

Wie kommt meine Website in die Übersicht mit KI?

Googles Voraussetzung besteht aus zwei Punkten: Die Seite muss indexiert und für ein Snippet geeignet sein. Darüber hinaus zeigt die Praxis: Antwort in den ersten Absatz, Teilfragen mitbeantworten, die Marke überall gleich beschreiben, keine gekauften Listenplätze. Die Textlänge spielt keine Rolle.

Kann ich meine Website aus den KI-Funktionen herausnehmen?

Ja, seit Juni 2026 über einen Schalter in der Search Console. Er wirkt für Übersicht mit KI, KI-Modus und die KI-Zusammenfassungen in Discover. Der Preis dafür: keine Impressionen und keine Besucher mehr aus diesen Flächen. Ein feineres Opt-out, das nur die KI-Nutzung betrifft und die klassische Suche unberührt lässt, gibt es nicht.

Ist die Übersicht mit KI dasselbe wie AIO?

Nein. Die Übersicht mit KI ist ein Google-Feature. AIO ist der Name unserer Methodik zur KI-Optimierung, und die Arbeit an der Übersicht mit KI ist ein Zweig darunter. Weil die Branche das Feature ebenfalls „AIO“ abkürzt, werden beide oft verwechselt.