Zur Suchmaschinenoptimierung (SEO) gehört auch das Off-Page SEO, und dort sitzt das Werkzeug, mit dem sich Backlinks für ungültig erklären lassen. In diesem Beitrag zeigen wir, wie das Disavow Tool benutzt wird. Google beschreibt das Tool auf der eigenen Hilfeseite, ein Blick dorthin lohnt sich. Wir erklären es hier für die Leser der Türk SEM Akademie auf dem Stand von 2025 noch einmal und benennen dabei die Punkte, die in Googles Erklärung offen bleiben.
WICHTIGER HINWEIS : Das Disavow Tool ist ein Werkzeug für Profis. Holen Sie sich fachliche Unterstützung, bevor Sie es einsetzen. Denn der Link, den Sie entwerten, schadet Ihrer Website womöglich gar nicht, sondern nützt ihr.
Dies ist eine erweiterte Funktion, die mit Vorsicht verwendet werden sollte
Bei falscher Verwendung kann sie sich negativ auf die Leistung Ihrer Website in den Google-Suchergebnissen auswirken. Wir empfehlen, Backlinks nur dann für ungültig zu erklären, wenn eine beträchtliche Anzahl von Spamlinks, künstlichen oder minderwertigen Links auf Ihre Website verweist und Sie sicher sind, dass diese Links Probleme verursachen. (Hinweis von Google)
Über das Disavow Tool
John Mueller von Google hat sich zum Disavow Tool in mehreren Punkten geäußert. Lesen Sie diese Punkte unbedingt, bevor Sie das Tool anfassen.
Wichtige Aussagen von John Mueller zum Disavow Tool
1. Meistens gar nicht nötig
Der Punkt, den Mueller am häufigsten betont: Die meisten Websites brauchen das Disavow Tool überhaupt nicht. Googles Algorithmen erkennen unnatürliche oder minderwertige Links im Web in aller Regel von selbst und ignorieren sie. Sie müssen sich also nicht davor fürchten, dass Spamlinks auf Ihre Website Ihre Platzierungen nach unten ziehen.
2. Nur bei einer manuellen Spam-Maßnahme
Der einzige wirklich stichhaltige Anlass für dieses Tool ist laut Mueller eine manuelle Spam-Maßnahme von Google. Wenn Sie in der Google Search Console eine Mitteilung über eine manuelle Maßnahme wegen “unnatürlicher Links” bekommen haben und diese Links nicht selbst entfernen können, dann ist das Disavow Tool der richtige Weg.
3. Gegen negative SEO wenig wirksam
Links, die jemand in böser Absicht auf Ihre Website setzt, um ihr zu schaden, werden nach Mueller meistens ohnehin automatisch von Google ignoriert. Wenn Sie einen solchen Angriff fürchten, bringt es Ihnen mehr, an Ihrer eigenen Website zu arbeiten, als Links für ungültig zu erklären.
4. Kann den meisten Nutzern schaden
Mueller warnt davor, dass ein falsch eingesetztes Disavow Tool auch Links entwertet, die Ihrer Website eigentlich nützen, und damit mehr Schaden anrichtet als Nutzen. Wer es benutzt, muss wirklich wissen, was er tut. In einem Gespräch sagte er sogar, das Tool habe Websites öfter geschadet als geholfen.
5. Könnte künftig abgeschafft werden
John Mueller hat mehrfach angedeutet, dass das Tool eines Tages ganz verschwinden könnte. Seit Bing sein eigenes Disavow-Werkzeug abgeschafft hat, kommt das Thema häufiger auf. Der Grund dahinter: Googles Algorithmen erkennen Spamlinks immer besser, und der Bedarf an einem Eingriff von Hand wird kleiner.
Kurz gefasst lautet die Empfehlung von John Mueller und dem Google-Team: Solange gegen Ihre Website keine manuelle Spam-Maßnahme läuft, fassen Sie das Disavow Tool nicht an. Stecken Sie die Zeit lieber in gute Inhalte und in Links, die auf natürlichem Weg zu Ihnen kommen.
Unsere Empfehlung als Türk SEM
Melden Sie sich in der Search Console an. Links in der Seitenleiste finden Sie weiter unten den Bereich “Sicherheit und manuelle Maßnahmen” und darunter den Punkt “Manuelle Maßnahmen”. Wenn dort keine Mitteilung liegt und Sie den unten abgebildeten Bildschirm sehen, brauchen Sie das Disavow Tool zu 99 Prozent nicht.

Wenn Sie einen Angriff vermuten
Wenn auf einen Schlag Backlinks mit zusammenhanglosen und unschönen Texten auftauchen, und das können Sie mit unserem Werkzeug “Türk SEM Backlink Checker” nachsehen, dann können Sie diese Links entwerten. Aber nur nach sorgfältiger Prüfung und im vollen Bewusstsein des Risikos.
Denken Sie daran: Manche Websites, gerade die schlechten aus der Spam-Ecke, verlinken einfach alles. Solche Seiten setzen Links auf nahezu jede Internetseite, die es gibt. Diese Links zu entwerten, empfehlen wir im Moment nicht. Denn Google weiß darüber weit mehr als Sie, und Links dieser Art wirken sich meistens weder positiv noch negativ auf Ihre Website aus. Und wer das Disavow Tool auf der eigenen Website einmal benutzt hat, muss es unter Umständen dauerhaft weiterbenutzen, weil er damit von einem automatischen auf einen manuellen Betrieb umgestellt hat.
Wie wird das Disavow Tool benutzt?
Websites bestimmen
Prüfen Sie Ihre Website mit dem Türk SEM Backlink Checker und lassen Sie sich alle eingehenden Links als Liste ausgeben. Besuchen Sie die Websites und sortieren Sie sie nach diesen 3 Gesichtspunkten.
- Links von Websites, die nichts mit Ihrem Thema zu tun haben, in einer fremden Sprache verfasst sind oder Inhalte für Erwachsene zeigen.
- Links in übergroßer Zahl, von schwacher Qualität und mit auffällig keywordlastigem Linktext (Anchor-Text-Spam).
- Ist der Linktext, der auf Sie zeigt, ein verbotenes Wort? ( Verbotener Text: ein Wort, das nach deutschem Recht oder nach den Richtlinien von Google unzulässig ist? )
Das Tool benutzen
Die zu entwertenden Links festlegen: Die riskanten Domains und URLs haben Sie im Schritt davor bereits aufgelistet. Sortieren Sie diese Liste nun danach, ob eine Website in 3 Punkten, in 2 Punkten oder in 1 Punkt zutrifft.
Die Datei vorbereiten: Speichern Sie diese Liste in einer Datei mit der Endung .txt. Schreiben Sie jede Domain in der Form domain:example.com und jede URL in eine eigene Zeile. Für Kommentarzeilen setzen Sie ein # an den Zeilenanfang.
Die Datei hochladen: Gehen Sie zum Google Disavow Tool, wählen Sie dort Ihre Property aus und laden Sie die vorbereitete .txt-Datei hoch.
Das ist alles. Wir hoffen, dass Sie Ihr Problem damit schnell aus der Welt schaffen.





