Wenn Sie eine WordPress-Website betreiben, hatten Sie mit Sicherheit schon einmal Ärger mit einer Sicherheitslücke. Keine Sorge, uns ist das auf die eine oder andere Weise ebenfalls passiert. Zu den Ursachen haben wir vor Kurzem die Untersuchungen von Sucuri und Wordfence zusammengetragen und daraus diesen Beitrag gemacht.

Das deutlichste Ergebnis unserer Recherche muss ich unbedingt vorweg sagen: die Probleme kommen „von den Erweiterungen“. Versuchen Sie, für Ihre WordPress-Website keine Erweiterung von dritter Seite herunterzuladen und einzubauen. Diese Quellen führen Erweiterungen, denen Sie vertrauen können.

  • WordPress.org Plugins
  • CodeCanyon WP Plugins

Nun haben Sie recherchiert und im Netz eine Erweiterung gefunden. Sie steht nicht bei WordPress, sondern wird Ihnen von der eigenen Seite des Anbieters als Datei angeboten. Bauen Sie die ein, dann haben Sie sich eine große Sicherheitslücke aufgerissen. Ihrer Website schadet das nicht sofort, nach einiger Zeit kann es aber ausgesprochen unangenehm werden.

Der Ursachenbericht von Wordfence

Bei WordPress sind Erweiterungen die wichtigste Quelle für Sicherheitslücken. Achten Sie deshalb besonders auf die Erweiterungen Ihrer Website. Für den Zustand Ihrer Website ist es besser, so wenige davon wie möglich einzusetzen. Wir alle bauen ohne viel Nachdenken Erweiterungen ein und löschen sie später wieder. Nur: selbst wenn wir sie entfernen, hinterlassen sie Spuren. WordPress schneller machen behandelt genau dieses Thema ausführlich.

Auch die PHP-Fassung zählt sehr

Arbeiten Sie möglichst mit der neuesten PHP-Fassung. Welche das für Sie ist, sagen Ihnen die Themes und Erweiterungen, die damit zurechtkommen. Probieren Sie es der Reihe nach durch, finden Sie die PHP-Fassung, mit der alles sauber läuft, und stellen Sie Ihre Website darauf um.

Und was tun Sie nun für die Sicherheit?

Die Anmeldung in zwei Schritten löst Ihr Problem fürs Erste, und die Erweiterung dafür ist brauchbar.

Mit dieser Erweiterung verhindern Sie, dass sich jemand am Administratorkonto Ihrer Website anmeldet, ohne es über Ihr Telefon zu bestätigen. Das ist allerdings eine Lösung für die Zukunft. Wenn Ihre Website bereits ein Sicherheitsproblem hatte, brauchen Sie mehr als eine Erweiterung.

Wie finden Sie einen Schädling auf Ihrer WordPress-Website?

Natürlich ist das Thema in Wirklichkeit weit umfangreicher. Nur: uns ist so etwas oft genug passiert, und deshalb erzählen wir Ihnen hier, welchen Weg wir gehen.

  • Einen Virenlauf über cPanel zu starten ist ein guter Anfang.
  • Über phpMyAdmin verbinden Sie sich mit Ihrer MySQL-Datenbank und suchen dort nach Schadcode.
  • Laden Sie sich die WordPress-Erweiterungen Wordfence oder Sucuri herunter.
  • Löschen Sie sämtliche übrigen Erweiterungen über Ihren FTP-Zugang.
  • Löschen Sie sämtliche übrigen Theme-Dateien über den FTP-Zugang.
  • Sehen Sie sämtliche Dateien im Ordner uploads durch.
  • Löschen Sie die Kerndateien von WordPress und laden Sie die aktuellen hoch.
  • Ändern Sie die Kennwörter für FTP und für die Datenbank.
  • Ändern Sie Ihr Kennwort für den WordPress-Administrator.

Kurz gesagt: in Ihrem FTP-Verzeichnis sollte nur noch der Ordner uploads stehen, alles andere gehört neu aufgesetzt. Auch den Ordner uploads laden Sie erst hoch, nachdem Sie sämtliche Unterordner wie „2024 > 01“ durchgesehen haben. Steckt darin eine Datei mit der Endung .php oder etwas, das dort nichts zu suchen hat, laden Sie sie auf keinen Fall auf Ihren FTP-Server.

Vergewissern Sie sich unter „users“ in WordPress, dass außer Ihnen niemand Administrator ist. Nehmen Sie den anderen Konten fürs Erste die Rechte als Administrator und als Redakteur. Ich hoffe, diese Schritte helfen Ihnen weiter und Sie bekommen die Sache an Ihrer Website schnell in den Griff.

Wie Sie die besten SEO-Einstellungen für Ihre WordPress-Website vornehmen, haben wir ebenfalls ausführlich erklärt. Wenn Sie das lesen möchten, finden Sie dort eine Menge. >>